Schwarze Woche für Köln

CDU und Grüne haben binnen einer Woche auf einen Schlag mehr als 2.700 neue Wohnungen in Köln verhindert. Das trifft die Idee, Wohnungen über Parkplätzen und Supermärkten zu bauen genauso wie geplante Studentenwohnungen und Neubaugebiete. Michael Frenzel, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion: „Das ist der wohnungspolitische Super-Gau. Das macht Wohnen in Köln nicht wieder bezahlbar, sondern Monat für Monat teurer. Mit einem Federstrich verhindert das Bündnis mehr Wohnungen, als 2017 in Köln fertiggestellt wurden.“

Doch wie genau verhinderten CDU und Grüne mehr als 2.700 neue Wohnungen auf einen Schlag?

  • Den Löwenanteil macht das Nein von CDU und Grünen zu Wohnungen über Supermärkten aus. Diese Vorlage wurde im Stadtentwicklungsausschuss abgelehnt und gestern von der Oberbürgermeisterin auf Bitten von CDU und Grünen von der Tagesordnung des Stadtrates genommen. Die Verwaltung hatte 48 Standorte für diese Neuregelung identifiziert. Bei vorsichtig geschätzten ca. 30 Wohneinheiten pro Standort wären das dann insgesamt mehr als 1400 mögliche Wohnungen. Dass es funktioniert, zeigt sich in Berlin. Dort wird das Konzept mit großem Erfolg umgesetzt.
  • Weitere 600 bis 700 Wohnungen neben dem Fernsehturm Colonius wurden auf Betreiben der CDU vertagt. An dieser Stelle sind den Christdemokraten schicke Büros offenbar wichtiger als günstiger Wohnraum. Mehr als 200 Studierendenwohnungen sollten dort entstehen.
  • Auf dem Neubaugebiet Sürther Feld verhindern CDU und Grüne bis zu 300 neue Wohnungen. Hier blockierte das Bremsbündnis den Vorschlag der SPD für eine höhere Auslastung und mehr Geschosswohnungsbau.
  • Im rechtsrheinischen Kölner Süden in Elsdorf blockieren CDU und Grüne weitere 300 Wohnungen, vor allem der GAG südlich der Friedenstraße.

Michael Frenzel: „Damit Wohnen wieder bezahlbar wird, braucht Köln dringend 6.000 neue Wohnungen pro Jahr. CDU und Grüne haben immer noch nicht begriffen, dass wir eine krasse Wohnungsnot in Köln haben. Wir dagegen werden weiter dafür kämpfen, Wohnen bezahlbar zu machen.“

Michael Frenzel

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